Werte schaffen. Werte wahren. Werte nutzbar machen. Hermann Rubner war nicht nur ein begabter Unternehmer, sondern auch ein Mensch im positivsten Sinne des Wortes. Einer, dem Güte, Verantwortungsbewusstsein und Großzügigkeit keine Fremdworte waren. Einer, dem es ein Bedürfnis war, seinen persönlichen Erfolg auch an andere, vom Leben weniger Beschenkte, weiterzugeben.
Hermann Rubner wurde 1938 geboren und wuchs in einer großen Familie mit 10 Kindern auf. Sein Vater Josef Rubner Senior betrieb damals seit 1926 am Schönbrothof in Kiens (Pustertal - Südtirol - Italien) ein mit Wasserkraft angetriebenes Sägewerk. Hermann Rubner, der jüngere Bruder von Paul und Josef Rubner Jun., stieß im Jahre 1968 zu der von Paul Rubner gegründeten Firma, die damals bereits seit 1965 Holzblockhäuser produzierte. Hermann Rubner gab dem Unternehmen durch seinen ausgeprägten Unternehmergeist einen bedeutenden Antrieb.
Geschäftssinn und Innovationsgeist erbte er von seinem Vater, ebenfalls ein Unternehmer mit Leib und Seele. Mit Energie und Ideenreichtum weitete er schon bald das Kerngeschäft auf weitere Holzprodukte aus. Rund um die Produktion von Holzblockhäusern wurde eine strategische Prozesskette von Holzprodukten aufgebaut, die heute noch die Unternehmensgruppe Rubner kennzeichnet. Das Unternehmen wuchs ständig, mehrere Firmen entstanden. Schließlich wurde es zu dem, was es heute ist: die Rubner Firmengruppe.
Hermann Rubner hatte sehr viele Visionen. Er setzte sich mit Entwicklungen auseinander, die weit über sein unternehmerisches Schaffen hinausgingen; war ständig auf der Suche nach Neuem und scheute auch kritische Dialoge nicht. Seine Visionen machten ihn zu einem gern konsultierten Gesprächspartner und Berater. Seine Leitgedanken stammten von Schopenhauer „Tu Gutes und sprich darüber“ aber auch persönliche Erkenntnisse, z.B. „Du darfst nie zu den Arbeitern hingehen, wenn sie nicht arbeiten, sondern immer nur wenn sie arbeiten“.
Unternehmen brauchen Mitarbeiter. Mitarbeiter brauchen Unternehmen. Eine Erkenntnis, die Hermann Rubner mit vielen anderen teilte. Und doch war er nicht nur einer von wenigen, sondern auch einer der ersten, die das Wohl des Unternehmens konsequent mit dem Wohl der Mitarbeiter verbanden. So schaffte er langfristige Perspektiven und unterstützte Mitarbeiter in schwierigen Lebenssituationen. Er teilte seinen Erfolg und kultivierte eine Symbiose aus wirtschaftlicher Effizienz und sozialer Verantwortung.
Hermann Rubner hatte ein soziales Programm zu einer Zeit, in der nur wenige Unternehmer überhaupt davon sprachen. Er hat unzähligen Mitarbeitern geholfen, wenn sie ein Problem hatten oder wenn sie gebaut haben. Die Bergpredigt, in der das soziale Programm einen wichtigen Teil einnimmt, hatte Hermann Rubner schon sehr lange beschäftigt und wurde zum Ausgangspunkt für sein persönliches soziales Denken.
Hermann Rubner hat Zeit seines Lebens Mitarbeiter, Freunde und Bekannte, aber auch andere Menschen ermuntert, sich weiterzubilden.
Bei seinen Hilfsprojekten bewies Hermann Rubner die gleiche Kreativität wie im Geschäftsleben. Unzählige soziale Projekte rief er ins Leben und er half unzähligen Menschen im Stillen.
Die Bergpredigt: Die Lehre von der wahren Gerechtigkeit. (Matthäus 5,1 – 7,29)
Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und die Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Vom Almosen: Kapitel 6, 1 - 4
Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. Wenn du Almosen gibst, lass es nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.