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Dezember 2015: Kinder schmücken den Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz in Rom

Geschmückt wurde der Weihnachtsbaum am Petersplatz heuer von den Kindern der Lene Thun Stiftung. Wir als Hermann Rubner Stiftung Onlus freuen uns, dass wir diese Projekt unterstützen durften.


Die Stiftung ist derzeit in 12 verschiedenen Spitälern in Italien in der Kinderonkologie tätig.
Sie betreut vor Ort mit Fachkräften Kinder, die teilweise zu einem längeren Krankenhausaufenthalt gezwungen sind.
Gemeinsam stellten sie selbst gebastelten Schmuck her, der heuer zum ersten Mal den Baum schmücken sollte. Die Dekorationen thematisieren die Träume und Wünsche der Kleinen.
In einer Audienz beim Papst, die am 18. Dezember stattfand und an der alle Mitwirkenden eingeladen wurden, durften einige der Kinder dem Papst am Franziskus ihre Dekorationen persönlich überreichen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen durften sie den Heilige Vater bei der Enthüllung des Baumes begleiten.
Das Projekt, das der Vatikan zusammen mit der Stiftung der Gräfin Lene Thun organisiert hat, kommt der Arbeit der Stiftung in Onkologie-Abteilungen italienischer Krankenhäuser zugute.
Mit der Enthüllung des Baumes am 8. Dezember fiel der Startschuss für das Jahr der Barmherzigkeit. Wie der Vatikan bestätigte, wollte man die Tatsache nutzen, dass die ganze Welt an diesem Tag nach Rom blickt. Ein verhüllter Baum mit Krippe wäre da nicht der richtige Anblick.

Wir dokumentieren hier die Ansprache von Papst Franziskus vor den Stiftern des Weihnachtsbaums und der Krippe auf dem Petersplatz. Die Audienz fand am 18. Dezember 2015 in der vatikanischen Audienzhalle statt.

Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!
Ich heiße Sie herzlich willkommen und danke Ihnen für die Gaben, die Sie vorbereitet haben. Sie sind sehr schön; und es macht Freude, wenn man bedenkt, dass Sie diese nicht nur dem Papst und den Pilgern darbringen, die sie bewundern können, sondern vor allem Jesus, dem Herrn, denn er ist der Gefeierte!
Für ihre freundlichen Worte danke ich Bischof Voderholzer und Erzbischof Bressan, Frau Dr. Merk, Herrn Falk und Herrn Thun. Und ich begrüße Sie alle: die Repräsentanten der bayerischen Gemeinden Hirschau, Schnaittenbach und Freudenberg, die den Weihnachtsbaum gestiftet haben, sowie die Vertreter der Provinz Trient, die gemeinsam mit der Erzdiözese die Krippe gestaltet haben. Ich möchte auch den kleinen „Künstlern“ danken, die den Baumschmuck hergestellt haben, und ihnen gratulieren: Ihr seid noch sehr jung, und schon stellt Ihr Eure Werke auf dem Petersplatz aus!
Die Dekorationen, die Ihr dank der Fondazione Lene Thun vorbereitet habt, stellen Eure Träume dar. Diese Wünsche, die Ihr in Eurem Herzen tragt, befinden sich jetzt an dem Ort, der am meisten dafür geeignet ist, denn sie sind in der Nähe des Kindes von Bethlehem: Ihm sind sie anvertraut, ihm, der gekommen ist, um unter uns zu wohnen (vgl. Joh 1,14). Jesus ist nämlich nicht einfach auf der Erde erschienen, er hat uns nicht nur ein bisschen von seiner Zeit gewidmet, sondern er ist gekommen, um unser Leben mit uns zu teilen und auf unsere Wünsche einzugehen. Denn er wollte und will immer noch hier leben, mit uns und für uns. Unsere Welt liegt ihm am Herzen, und zu Weihnachten ist sie seine Welt geworden. Die Krippe erinnert uns daran: Wegen seiner großen Barmherzigkeit ist Gott zu uns herabgestiegen, um beständig bei uns zu bleiben.
Die Krippe sagt uns außerdem, dass er sich niemals mit Gewalt aufzwingt. Um uns zu retten, hat er nicht etwa die Geschichte verändert, indem er ein großartiges Wunder vollbrachte. Er ist hingegen in aller Einfachheit, in Demut und Sanftmut gekommen. Gott liebt nicht die gewaltigen Revolutionen der Mächtigen der Geschichte und benutzt nicht den Zauberstab, um die Situationen zu verändern. Stattdessen macht er sich klein, wird ein Kind, um uns mit Liebe anzulocken, um unsere Herzen mit seiner demütigen Güte anzurühren; um mit seiner Armut diejenigen zu erschüttern, die sich abmühen, um die trügerischen Schätze dieser Welt anzuhäufen.
Das waren auch die Absichten des heiligen Franziskus, als er die Krippe erfand. Er wollte – wie uns die Franziskus-Quellen berichten – »das Gedächtnis an jenes Kind begehen, das in Bethlehem geboren wurde, und […] die Not, die es schon als kleines Kind zu leiden hatte […], so greifbar als möglich mit leiblichen Augen schauen«. Denn »zu Ehren kommt da die Einfalt, die Armut wird erhöht, die Demut gepriesen« (FF 468-469, Kevelaer 2009, S. 250). So lade ich Sie ein, vor der Krippe zu verweilen, weil dort die Zärtlichkeit Gottes zu uns spricht. Dort kann man sich in die göttliche Barmherzigkeit versenken, die menschliches Fleisch angenommen hat und unseren Blick zu erweichen vermag.
Vor allem möchte sie aber unser Herz erweichen. Es ist schön, dass es in dieser Krippendarstellung eine Figur gibt, die sofort das Weihnachtsgeheimnis aufnimmt. Es ist derjenige, der ein wohltätiges Werk vollbringt, indem er sich niederbeugt, um einem alten Menschen zu helfen. Er schaut nicht nur auf Gott, sondern er ahmt ihn auch nach, denn wie Gott neigt er sich voller Erbarmen dem Bedürftigen zu. Mögen diese Ihre Gaben, die heute Abend erleuchtet sein werden, viele Blicke anziehen und vor allem im Leben das Licht des wirklichen Weihnachtsereignisses neu entzünden. Ich danke Ihnen. Und – bitte! – vergessen Sie nicht, für mich zu beten.
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